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Wintersportler sind in einer sensiblen Zeit unterwegs

Natursportarten, die abseits der Pisten und viel begangenen Wege ausgeübt werden, verursachen oft eine Störung der Wildtiere. Solche Sportarten sind insbesonders Schneeschuhwandern, Skitourengehen, Variantenfahren mit Ski oder Snowboard. 4 einfache Regeln helfen, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Der Wintersport stellt für Wildtiere eine besondere Herausforderung dar. Zum einen werden immer neue Gebiete erschlossen, die der Mensch früher nur vereinzelt aufsuchte, zum anderen birgt das Überleben in der kalten Jahreszeit an sich schon verschiedene Risiken (Kälte, Nahrungsmangel, etc.). Besonders gravierend können dabei Sportarten sein, die abseits der Pisten und viel begangenen Wege ausgeübt werden, wie Schneeschuhlaufen, Skitourenfahren oder Variantenfahren.

Schneeschuhlaufen

Das Schneeschuhlaufen hat in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt und wird auf allen Höhenstufen ausgeübt. Besonders beliebt sind flache Geländepartien oder lichter Wald im Alpen- und Voralpengebiet, die oftmals wertvolle Lebensräume des gefährdeten Auerhuhns sind. Markierte Schneeschuhrouten haben sich an zahlreichen Orten bewährt. Sie sind für Schneeschuhläufer attraktiv gelegt und tragen zu einer Kanalisierung bei (Deutschschweiz: Global Trail, Zentralschweizer Schneeschuh-Verband; Romandie: Swiss Snowshoe).

Skitourenfahren

Skitourengeher bewegen sich grösstenteils in weitgehend störungsfreien und unerschlossenen Gebirgsregionen. Dies ist - auch im Winter - der Lebensraum verschiedener Wildtiere. Der Aufstieg erfolgt - selbst bei grossen Gruppen - in der Regel entlang einer einzigen Spur. Anders sieht es in der Abfahrt aus: auf der Suche nach unberührtem Schnee nutzt jeder Einzelne eine wesentlich grössere Fläche als beim Aufstieg. Hinzu kommt die Geschwindigkeit mit der man sich fortbewegt, die ein Tier schon aus grösserer Distanz zur Flucht veranlassen kann.

Variantenfahren

Variantenfahrer nutzen mit Skis oder Snowboard Hänge oder bewaldete Gebiete am Rand von Skipisten, die nicht durch die Skiliftbetreiber als Abfahrten vorgesehen sind. Dadurch befahren sie Gebiete, die normalerweise nicht gestört sind und in welche sich die Wildtiere vor dem regen Betrieb auf den Pisten zurückziehen.

Wie verhalte ich mich richtig?

Mit den 4 Regeln der Kampagne Respektiere deine Grenzen ist es für jeden möglich, auch beim Schneeschuhlaufen, Skitourenfahren oder Variantenfahren Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen. Weitere Tipps für eine wildtierverträgliche Tourenplanung auf www.respektiere-deine-grenzen.ch.

Wintersportler

Weitere Informationen

4 Regeln

  1. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete beachten: Sie bieten Wildtieren Rückzugsräume.
  2. Im Wald auf Wegen und bezeichneten Routen bleiben: So können sich Wildtiere an den Menschen gewöhnen.
  3. Waldränder und schneefreie Flächen meiden: Sie sind die Lieblingsplätze der Wildtiere.
  4. Hunde an der Leine führen, insbesondere im Wald: Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

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