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Stangesucher sind unberechenbar für Wildtiere

Wenn die Rothirsche im Winter ihre Geweihe abwerfen, machen sich Stangen­sucher ab Februar auf die Suche nach diesen Trophäen. Gerade in dieser Zeit sind die Tiere in ihren Winterlebensräumen aber auf Ruhe angewiesen.

Die männlichen Rehe und Rothirsche werfen jedes Jahr ihr Geweih ab, Rehe schon anfangs Winter, Rothirsche erst im Februar bis April. Kurz danach beginnt wieder die Neubildung des nächsten Geweihs.

Die Geweihstangen liegen dann irgendwo im Gelände - und werden von den soge­nannten «Stangensuchern» gesucht. Das führt unweigerlich zu Konflikten, denn die Stangensucher sind in einer für die Wildtiere heiklen Jahreszeit unterwegs und suchen gezielt die Wintereinstände der Wildtiere auf. Zudem durchstreifen sie Wald und Flur in einer Weise, die für Wildtiere nicht berechenbar ist.

Wildruhezonen können in dieser Situation eine grosse Wirkung zeigen. Denn im Spätwinter zehren die Wildtiere von ihren letzten Fettreserven und brauchen dringend ungestörte Rückzugsgebiete.

Geweih im Schnee