DE| FR| IT| Kontakt

Ausscheidung von Wildruhezonen

Die Ausscheidung von Wildruhezonen ist Sache der Kantone. Sowohl die Bezeichnung als auch die Umsetzung von Wildruhezonen werden in den Kantonen unterschiedlich gehandhabt. Das Bundesamt für Umwelt BAFU unterstützt die Kantone durch Beratung.

Nach Jagdgesetz Art. 7, Abs. 4 sind die Kantone verpflichtet, Wildtiere vor Störung zu schützen. Dazu sind Wildruhezonen ein zielgerichtetes Mittel, das sich abstimmen lässt auf den jeweiligen Konflikt.

Die Ausscheidung geschieht durch Interessensabwägung zwischen den Bedürfnissen der Wildtiere und der menschlichen Nutzung. Sowohl das Vorgehen als auch die genaue Umsetzung von Wildruhezonen – Rechtssetzung, Zonenplanung, Empfehlung – werden in den Kantonen sehr unterschiedlich gehandhabt.

Das BAFU unterstützt die Kantone mit Beratung bei der Ausscheidung von Wildruhezonen. So wurde im Auftrag des BAFU ein «Praxishilfeinstrument zur Ausscheidung von Wildruhezonen» erarbeitet. Ebenso wurde das Thema Störung von Wildtieren und Besucherlenkung in der Publikation «Wald und Wild – Grundlagen für die Praxis» eingehend behandelt.

Die Ausscheidung von Wildruhezonen erfolgt normalerweise in folgenden Schritten:

  1. Start/Initiative
  2. Aufarbeiten der Grundlagen
  3. Mitwirkungsverfahren
  4. Formelle Umsetzung
  5. Umsetzung im Gelände
  6. Alltag/Betrieb
  7. Erfolgs-, Wirkungs- und Umsetzungskontrollen
Die Details finden sich im  « Praxishilfeinstrument zur Ausscheidung von Wildruhezonen»